Tarifvertrag druckindustrie kurzarbeit

Eine eingehende Analyse der nationalen Beiträge zeigt, dass nur sehr wenige konkrete Maßnahmen ergriffen wurden, um die wachsende Zahl atypischer Arbeitnehmer in diesem Sektor zu schützen. Irland ist eines der wenigen Länder, in denen eine Reihe von Tarifverträgen für Freiberufler zu finden sind. In Bezug auf Freiberufler sind eine Reihe von Arbeitsbeziehungen und Rechtsfragen entstanden. Insbesondere Gewerkschaften mit mitgliedern, die freiberuflich arbeiten, stehen vor der Aussicht, dem Wettbewerbsrecht unterworfen zu werden, und könnten daher bei ihren Bemühungen, Mindestsätze für den Arbeitsplatz festzulegen, strafrechtlich verfolgt werden. So teilte beispielsweise 1997 die Regional Newspapers Authority of Ireland (RNAI), die die Mehrheit der Regionalzeitungen im ganzen Land vertritt, die NUJ über ihre Absicht informiert, die langjährige Vereinbarung über Mindestlöhne für Freiberufler aufzugeben. Der vom Verband beantragte Rechtsrat warnte, dass die freiberufliche Vereinbarung zwischen der NUJ und der RNAI, obwohl sie nicht rechtlich durchsetzbar sei, als in den Anwendungsbereich des Wettbewerbsgesetzes von 1991 fallend angesehen werden könne und unter Verstoß gegen Section 4 dieses Gesetzes verstoße. Ein Ansatz des irischen Gewerkschaftskongresses (ICTU) an die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) über die Behandlung von Freiberuflern durch die Wettbewerbsbehörde hat dieses seit langem andauernde Thema auf eine andere Ebene gehoben. Das Gebiet bleibt jedoch ein legales Minenfeld. Die ICTU hat sich bei der IAO über die Anwendung des Wettbewerbsrechts beschwert, um Tarifverhandlungen von Freiberuflern zu verhindern. In den sechs in Tabelle 2 vertretenen europäischen Ländern blieb die Zahl der Beschäftigten zwischen 2000 und 2004 im Verlagswesen im Allgemeinen stabil, während der Drucksektor in diesem Zeitraum einen starken Rückgang zu erleiden schien.

Dies spiegelt einen Wandel von der technischen Arbeit zur Dienstleistungsarbeit wider, der in den letzten Jahrzehnten in den meisten Sektoren beobachtet wurde. In Belgien stieg die Beschäftigung im Verlagswesen zwischen 1998 und 2002 ebenfalls um 23 %, während die Beschäftigung im Drucksektor um fast 10 % zurückging. Darüber hinaus weisen Spanien und Finnland darauf hin, dass sich mehr Beschäftigte auf Kleinst- und Kleinunternehmen konzentrieren. In Spanien sind 50 % der Arbeitnehmer berichtend in Unternehmen konzentriert, die weniger als 5 Beschäftigte einstellen. In den Niederlanden berichtet der nationale Korrespondent, dass 2005 etwa 4.000 Journalisten von Tageszeitungen in diesem Sektor beschäftigt waren, was einem Verlust von 10 % gegenüber 2002 entspricht, und die Beschäftigung geht weiter zurück. Etwa 60 % der Beschäftigten sind weiblich, und die meisten arbeiten in Teilzeit. In den Niederlanden gibt es keine signifikante geschlechtsspezifische Segregation. Im Einklang mit den geltenden Rechtsvorschriften wurden Tarifverträge geschlossen, die die Teilzeitarbeit aller Arbeitsplätze ermöglichen. Im Jahr 2005 sollen rund 40.000 Menschen in der Zeitungsdruckerei tätig sein.

Viel weniger Personen arbeiteten in der Buch- oder Buchdruckindustrie. Obwohl ein und dasselbe Unternehmen an beiden Produktionsprozessen beteiligt sein kann, haben die beiden Arbeitnehmergruppen ihre eigenen Tarifverträge. • In Deutschland sind alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Medienbereich vom deutschen Sozialversicherungssystem abgesichert, d.h. sie sind durch die gesetzliche Rentenversicherung, Kranken- und Arbeitslosenversicherung abgedeckt. Für Redakteure von Zeitungen und Zeitschriften gibt es auch zwei nationale Tarifverträge über zusatzrenten, die durch Ministerialerlass auf den gesamten Sektor ausgedehnt werden. Journalisten, die als Freiberufler arbeiten, können Mitglied einer öffentlichen Künstlersozialkasse (KSK) werden. Diese 1981 von der Regierung gegründete Einrichtung sieht eine Renten- und Krankenversicherung vor und umfasst freiberufliche Akteure, Künstler und Schriftsteller, einschließlich Journalisten, die nicht den gesetzlichen Sozialversicherungsbeiträgen unterliegen.