Mit der Seilbahn in die Highlands

Zugegeben, die Highlands von denen hier die Rede ist, sind nicht in Schottland, sondern in Berlin. Genauer in den Gärten der Welt in Berlin Marzahn-Hellersdorf. Alljährlich finden hier nämlich die Highland-Games statt. Und zwar an zwei Tagen Ende Juli. Am Samstag durfte sich Jedermann daran versuchen, bei Baumstammwerfen, Farmers Walk oder Gewichtstemmen seine Kraft zu demonstrieren.

Am Sonntag waren dann die Profis an der Reihe. Starke Frauen und Männer zeigten, was mit Muskelkraft alles bewegt werden kann. Dazu gehörten Baumstämme, Steine und Hämmer.

Eine gewaltige Kraftanstrengung ist nötig, um die 5 Meter langen und 70 Kg schweren Baumstänne zu werfen.

Die stken Männer und Frauen versuchen sich am Baumstamm. Dabei geht es nicht um die Weite des Wurfs, sondern darum, den Baum dazu zu bringen, sich zu überschlagen.

 

Der schwere Hammer muss geworfen werden. Über 25 Meter sollte man auf jeden Fall kommen.

 

Das traditionelle schottische Fest mit sportlichen Wettkämpfen, Dudelsackmusik, Tanz und kulinarischen Genüssen zog auch in diesem Jahr viele Schaulustige und Sportbegeisterte an.  Kein Wunder, am Start waren auch Olympia-Teilnehmer, Deutsche- und Europameister.

Unterhaltung auf dem Mittelalter-Markt auch mit Theater und Musik.

Auch ein Mittelalter-Treiben begeisterte die Besucher

Die Gärten der Welt, für sich genommen schon eine Besonderheit, die nicht nur Aus der Region sondern auch von Berlin-Touristen aus allen Teilen der Republik besucht werden. Mehrfach im Jahr gibt es jedoch besondere Veranstaltungen wie die Kirschblüte, das chinesische Mondfest, das Sultansfest oder eben die HighlandGames.

Natürlich gibt es für Besucher auch Parkgelegenheiten (begrenzt), doch am besten kommt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wer die U-Bahn vom Alexanderplatz nimmt, findet an der Haltestelle Kienberg ein für das eigentlich flache Berlin besondere Verkehrsmittel: Eine Seilbahn.

Die „Bodenstation“ der Seilbahn am Haupteingang.

Auch für Kinderwagen, Rollatoren oder auch Rollstühle sind die Gondeln mühelos erreichbar.

Geräumige Kabinen mit guter Aussicht.

Von der Seilbahn-Gondel aus ergibt sich ein schöner Blick auf die Gärten und den toll gestalteten Wasserspielplatz

Die österreichische Firma Leitner, einer der großen Seilbahnbauer in der Welt, hatte hier für die Internationale Gartenbau Ausstellung IGA eine Kabinenbahn errichtet, mit der man erst auf den 102 m hohen Kienberg mit einer interessanten Aussichtsplattform und dann über das Gelände der Gärten der Welt hinweg schweben und dabei schon einen spannenden Einblick bekommen kann.

Seilbahntickets gibt es übrigens nicht nur für die Garten-Besucher, aber ein Kombi-Ticket lohnt sich preislich. Natürlich sind aber die Gärten der Welt auch ohne Seilbahn über einen der drei anderen Eingänge erreichbar.

Die Wasserwand sorgt für Abkühlung.

Zu den „Wassergärten“ gehört auch die dampfende Landschaft

Im Chinesischen Garten

Teepauise am See im Chinesischen Garten mit dem beliebten Teehaus.

Das nächste große Parkfest ist übrigens am 11. August das Sultansfest mit dem Zauber aus Tausendundeine Nacht.

Weitere Informationen: www.gaertenderwelt.de 
www.seilbahn.berlin

Fotos:  Bernd Stiebitz und Karl Forster (KonTakT-Press)