Kulinarik-Reiseziel Jesolo

Ja, in Venedig wird es eng. 2017 zählte die Stadt insgesamt rund 260.000 Einwohner, davon 180.000 in den Stadtteilen auf dem Festland. Im historischen Zentrum leben noch knapp 60.000 Bewohner, innerhalb der Lagune nur knapp 30.000.  Doch über 100.000 Tagestouristen muss die Stadt verkraften, im gesamten Jahr zählt man rund 30 Millionen Besucher. Kein Wunder, dass man jetzt auch von den Tagestouristen ein „Eintrittsgeld“, ähnlich einer Kurtaxe (die Hotelgäste längst zahlen) verlangt.

Jesolo, Piazza Casa Bianca.
Foto: Jesololido

Wer nun die Region an der nördlichen Adria liebt, aber nicht im Massengewühl (und hohen Hotelpreisen) seinen Urlaub verbringen will, dem bietet das nur wenige Kilometer entfernt die zur Metropolitanstadt Venedig (ehem. Provinz Venedig) gehörende Jesolo ein Zentrum der Erholung.

Die Stadt mit langer Geschichte zur Zeit des römischen Kaiserreichs im 4. Jahrhundert als „Equilium“ auf einer Insel in der Nähe der Piave-Mündung gegründet ist mit dem Lido di Jesolo an der Lagune von Venedig längst ein Touristenzentrum das viel zu bieten hat. Da ist zum einen der rund 15km lange Sandstrand. Da ist aber seit einiger Zeit auch das Bemühen, Jesolo in ein charmantes Zentrum einer Gastro-Route umwandeln, die auf das Land Venedig ausgerichtet ist. Denn die Stadt hat vor allem kulinarisch einiges zu bieten. Das präsentierte sie anlässlich der Internationalen Tourismus-Börse, der weltgrößten Reise-Messe, Anfang März in Berlin vor Journalisten im Ristorante Malatesta am Berliner Gendarmenmarkt.

Vorspeisen-Bufett bei der Presse-Präsentation Jesolo

Küchenchefs aus Jesolo (Renato Manfrè vom Ristorante Laguna und  Omar Zorzetto von der Cucina Da Omar) waren zu diesem Anlass nach Berlin gereist um den Reisejournalisten die exquisite Küche vorzustellen. Am Ende des Abends waren sich alle einig: Wir müsse nach Jesolo reisen.

Stoccafisso alla Veneciana (Stockfisch auf Venecianische Art), als Blumensträußchen angerichtet.

Gebackener Livenza-Aal.