Ende der Reisefreiheit ?

Tourismus im Griff des Corona-Virus

Das wars dann erst mal mit der vielgelobten Reisefreiheit. Die Grenzen sind dicht und die meisten Reiseveranstalter haben ihr Reiseprogramm gestoppt.

Die Coronavirus-Pandemie zwingt auch den weltgrößten Touristikkonzern Tui zu drastischen Schritten: Der Großteil des Reisegeschäfts wird ausgesetzt, Urlauber werden in die Heimat zurückgeholt. Kunden, die bereits Reisen etwa für die Sommermonate gebucht haben, müssen sich vorerst gedulden – eine kostenfreie Stornierung sei derzeit nicht möglich, sagte ein Sprecher am Montag. Man gehe aber davon aus, den Betrieb in einigen Wochen wieder starten zu können.

Auch Wikinger, Studiosus, FTI und alltours sagen alle geplanten Reisen ab. Einige bis Ende März, andere gleich bis Ende April.

Die griechische Regierung hat verfügt, dass Hotels und Resorts erst am 1. Mai in die Saison starten dürfen. Bereits geöffnete Häuser müssen schließen.

alltours musste neben den Flugpauschalreisen auch die Reisen mit individuellen Anreisen in das benachbarte Ausland und die deutschen Inseln, z.B. auch Rügen und Usedom, wegen der Reisebschränkungen absagen.

TUI-Aktie stürzt ab –
Seit Jahresbeginn dreiviertel verloren

TUI und die FTI Gruppe haben mittlerweile publiziert, dass sie Staatshilfen beantragt haben. Nach der Pleite von Thomas Cook (Neckermann-Reisen) hat nun auch der TUI-Konzern erhebliche Probleme, die nach Medienberichten für erheblichen Schrecken am Finanzmarkt sorgen. Für die Tui-Aktie ging es am Morgen an der Londoner Börse um 37 Prozent abwärts. Seit Jahresbeginn hat die Tui-Aktie rund drei Viertel verloren. Im deutschen Handel ging es am Vormittag um bis zu 30 Prozent bergab. Die Süddeutsche Zeitung schrieb heute in ihrem Online-Dienst dazu: “ Neben den Folgen für die Urlauber ergreift Tui „einschneidende Kostenmaßnahmen, um die Auswirkungen auf unser Ergebnis abzumildern“. Vorstandschef Fritz Joussen hatte dies in der vergangenen Woche schon angedeutet. „Wir haben sämtliche Investitionen auf Eis gelegt, bei denen wir nicht vertraglich gebunden sind“, sagte der Sprecher. Mitarbeiter sollten Überstunden abbauen oder Urlaub nehmen. Zudem erwäge das Unternehmen, Beschäftigte in Deutschland in Kurzarbeit zu schicken. „