Ein Unikum bleibt erfolgreich

HAUPT Unicum LogoZu einem guten Getränk gehört immer eine gute Geschichte. Und die hat Sándor Zwack, Vorstandsvorsitzender der Ungarischen Zwack-Brennerei vorzuweisen. Zwack ist nämlich der Hersteller eines Kräuterlikörs namens UNICUM. Und die Geschichte darum geht so: Ein Apotheker hat dem österreichischen Kaiser den Kräuterlikör als „Magenbitter“ präsentiert, und der reagierte begeistert mit dem Spruch „Das ist ja ein Unikum“. Und so war der Name des Getränks geboren. Heute wird es nicht mehr in Apotheken verkauft, sondern in Lebensmittelgeschäften und vor allem in der Gastronomie. Noch immer wird das alte Familienrezept aber geheimgehalten. Dabei hatte der Firmeninhaber das Unternehmen während der Sozialistischen Zeit an den Staat verkaufen müssen. Aber nur das ungefähre Rezept wurde verraten. Nach 1990 tat sich Zwack mit einem deutschen Kräuterlikörhersteller, Underberg, zusammen und kaufte sein Unternehmen zurück. Nun wird wieder mit dem alten Rezept produziert. Bekannt wurde das Elixier unter anderem durch die kugelrunde Flasche mit dem goldenen Kreuz auf rotem Grund.  Die hat im Ausland schon für mache Verwirrung gesorgt, wenn man das Getränk für eine Schweizer Erfindung gehalten hat. Doch noch immer wird es in Budapest produziert.

smallDoch auch die besten Getränke bleiben nur Erfolgreich wenn sie auch von der jungen Generation gemocht werden. In Deutschland hat Jägermeister den Sprung zum hippen Modegetränk geschafft. Zwack wollte aber nicht nur durch anderes Marketing, sondern durch eine neue Geschmacksfarbe den Weg in die Moderne schaffen. So wird seit zwei Jahren das Produkt auch als „Unicum Szilva“ (Unicum Pflaume) angeboten. Doch nicht irgendwelchen künstlichen Aromen sind für den neuen Taste verantwortlich, sondern die Tatsache, dass man in den fertigen Kräuterlikör eine Woche lang Trockenpflaumen einlegt, die ihr Aroma abgeben, bevor sie wieder herausgefischt, gewaschen und letztlich als Viehfutter weiterverwertet werden. Tatsächlich bekommt Unicum Pflaume durch diese Prozedur einen angenehm süßlichen Beigeschmack.

Dass ein Kräuterlikör aber nicht nur etwas zum Kippen sein muss, präsentierte das Unternehmen nun einer Gruppe deutscher Barkeeper, begleitet von einigen Journalisten. Die Barkeeper durften in Budapest nicht nur die Creationen ihrer ungarischen Kollegen kennenlernen, sondern selbst neue Drinks kreieren.

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Deutsche Barkeeper kreieren neue Trinks mit Unicum

Eine Auswahl neuer Drinks mit Unicum Szilva

Eine Auswahl neuer Drinks mit Unicum Szilva

Underberg ist übrigens immer noch mit am Unternehmen beteiligt.  Dr. Hubertine Underberg-Ruder ist Vorsitzende des Aufsichtsrats des Zwack-Unternehmens und die Firma Underberg ist über ihr Tochterunternehmen „Diversa“ auch der Importeur des ungarischen Produktes in Deutschland.

Vorstandsvorsitzender Sándor Zwack erläuterte Barkeepern und Journalisten sein Produkt.

Vorstandsvorsitzender Sándor Zwack erläuterte Barkeepern und Journalisten sein Produkt.

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Ein Besuch im Keller der historischen Zwack-Unternehmenszentrale, natürlich mit Verkostung

Budapest, Unternehmessitzung der Zwck-Brennerei

Budapest, Unternehmessitzung der Zwack-Brennerei